Über das Projekt
„Pereputje“ (russisch für Wegscheide, Kreuzweg) ist ein russischsprachiges, kulturphilosophisches Projekt aus Berlin. Es handelt von Krisen — nicht als Katastrophe, sondern im ursprünglichen griechischen Sinn von κρίσις: Trennung, Urteil, der Punkt, an dem Wege auseinandergehen und man unterscheiden muss, was Realität ist, was Spiegelung und was Illusion.
Tarot erscheint hier als historisches Werkzeug der Unterscheidung: eine fünfhundert Jahre alte Kartenpraxis zwischen Spiel, Geheimnis und Spiegel. Das Projekt arbeitet quellenbasiert, mit Kulturgeschichte, Literatur und Philosophie — jede Aussage hat ein Datum und einen Urheber.
Erzählt wird die Geschichte eines Ladens, der jenen erscheint, die nicht wissen, wohin sie gehen sollen: Dort verleiht man Karten nach Hause wie Bücher. Menschen bringen die Wörter mit, mit denen sie sich ihr Leben erklären — «Burnout», «Grenzen», «Ressource» —, und erfahren, woher diese Wörter stammen.
Formate: ein Glossar, ein Buch und interaktive Werkzeuge (eine Tageskarte als Frage, eine Legung mit drei Fragen, eine Münze, die den Einsatz sichtbar macht). Lesungen, Vorträge und Kooperationen sind auf Anfrage möglich.
Kontakt: per E-Mail — siehe Impressum.